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Herzlich willkommen auf dem Blog des VKHD e.V.
„Grün“, die Homöopathie und die ökologische Bewegung
Grüne Beschlüsse, Symbolpolitik und Binnenkonsens, wie Ideen sich gegen sich selbst wenden und die Vision einer Ökosophie
Dieser Essay von Carl Classen braucht etwas Zeit zum Lesen. Die fachliche, politische und auch kulturelle „Fallanalyse“ sowie die Entwicklung neuer Perspektiven lohnen es aber.
„Grün“, ist das nicht längst durch? Einen Blick lohnt der vom Parteitag der Grünen infrage gestellte „Binnenkonsens“. Tiefer reicht die Analyse gemeinsamer Wurzeln der ökologischen Bewegung und des Aufschwungs von Homöopathie und Naturheilkunde seit den 1970er-Jahren. Die seither beobachteten grünen Kulturbrüche konfrontieren uns mit dem Phänomen der „ideellen Inversion“, der Verkehrung einer Idee. Neue Bewegung aber braucht nicht neue Parteien, sondern tiefgreifend neue Denk- und Handlungsweisen. Nicht nur die Homöopathie, sondern das Leben selbst braucht eine geistoffen lebensnahe Wissenschaft und Weisheit, braucht Schritte von der bilanzierenden Ökologie hin zu einer Ökosophie.
Prävention in der homöopathischen Praxis
Nach unserer Erfahrung ist die Homöopathie nicht nur therapeutisch, sondern auch präventiv eine relevante Option in der Medizin. Von der Politik ist zu erwarten, dass sie dies entsprechend anerkennt und berücksichtigt.
Im April 2025 verabschiedeten CDU, CSU und SPD ihren Koalitionsvertrag. Hinsichtlich der Gesundheitspolitik findet sich eine bemerkenswerte Passage: „Wir unterstützen Forschung und Versorgung zu Naturheilkunde und Integrativer Medizin zur Präventionsförderung.“ Überhaupt wird Prävention im Verlauf des Vertrags in vielen Bereichen erwähnt: beim Sport, beim Arbeitsschutz sowie hinsichtlich der mentalen Gesundheit junger Menschen oder wenn es um die Einrichtung einer „Nationalen Biobank“ geht. Fast schon in Vergessenheit geraten scheint dabei die Tatsache, dass es bereits seit 2015 sogar ein „Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention“ gibt.
Patientinnen und Patienten gibt es nicht
Die Überwindung der grammatikalischen Leideform und übersehene Türen
„Machst du dich nicht selbst arbeitslos, wenn du mit Homöopathie dann alle geheilt hast?“ – so witzelten einige, als ich 1992 meine erste Praxis eröffnete. Es war eine Zeit hochgesteckter Erwartungen; ich war etwas bescheidener. Heute bleibt dann schon die Frage, wie zumindest einige der vielen Millionen Menschen, denen unser Gesundheitssystem nur eingeschränkt weiterhelfen kann, besser zu uns finden könnten. Neben der Methodik könnte auch unser Selbstverständnis einen Anteil daranhaben. Ich möchte hier weder Mangelgefühle noch Marketingstrategien bearbeiten, sondern Türen öffnen und Perspektiven erweitern. Zu erkunden sind unsere Chancen im Niemandsland zwischen Versorgungsmedizin, esoterischen Märkten und Eigenwirksamkeit. Sollten wir uns Letzterer näher fühlen, besteht die Frage nach Entwicklungsmöglichkeiten auch in der Ansprache von „Patienten“ und „Patientinnen“ – wobei diese Wortprägung schon nicht mehr ganz passt.
Homöopathie, Esoterik und der Glaube an die große Verschwörung
Kritiker der Homöopathie verbinden die Anwendung der homöopathischen Therapie häufig mit Esoterik und dem Glauben an Verschwörungstheorien. Hier eine Erklärung, wie es zu diesem Missverständnis kommt.
Der Begriff Esoterik hat sich über die Jahrhunderte gewandelt. Während er ursprünglich für geheimes Wissen innerhalb philosophischer Schulen stand, wird er heute oft abwertend für nicht-wissenschaftliche Lehren genutzt. Die Homöopathie war jedoch nie ein solches Geheimsystem – sie war von Anfang an öffentlich zugänglich und methodisch begründet.
Akute Alltagsbeschwerden wie beginnende Erkältung oder einfache Verletzungen? Selbstbehandlung – Sie können das!
Mit Homöopathie die eigene Gesundheitskompetenz für sich und die ganze Familie nutzen.
Akute Alltagsbeschwerden selbst behandeln – ohne Ärger über mangelnde Praxistermine, volle Wartezimmer und schnelle Abfertigung? Das geht durchaus, wenn man ein paar Dinge dabei beachtet.
Beginnende Infekte, stressige Lebensphasen, kleinere Blessuren durch Sport und Spiel, leichte Schlafstörungen – in vielen Lebenslagen können Sie selbst schnell und hilfreich mit homöopathischen Einzelmitteln aktiv werden und damit die Selbstheilungskräfte individuell unterstützen. Wenn Sie noch keine Erfahrung haben und/ oder keine Empfehlung Ihrer Homöopathin oder Ihres Homöopathen, sollten Sie bei eigenständigem Einsatz lediglich homöopathische Einzelmittel in niedrigen Potenzen bis D 24 / C 12 verwenden. Ungewollte gravierende Nebenwirkungen durch apothekenpflichtige homöopathische Arzneimittel sind nicht zu erwarten. Viele Patient*innen von Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern haben in der alltäglichen homöopathischen Selbstbehandlung einfacher Beschwerden bereits gute Erfahrungen gemacht und sind immer wieder erstaunt über die schnellen Erfolge bei allen Familienmitgliedern.
Homöopathie – und sonst nichts?
Homöopathische Behandlungen zwischen Ausschließlichkeit und therapeutischem Zusammenspiel
In diesem Beitrag soll beleuchtet werden, in welcher Form kooperative Behandlungs-Konzepte in die Praxen homöopathisch arbeitender Heilpraktiker integriert wurden, ohne die Homöopathie, als zentralen Pfeiler, dabei zu vernachlässigen.





