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CALOR-Liste zur Arzneimittel-Therapiesicherheit bei Hitze

CALOR-Liste zur Arzneimittel-Therapiesicherheit bei Hitze CALOR-Liste zur Arzneimittel-Therapiesicherheit bei Hitze Fotolia #180072866 ©john9595
Hitzewellen treten auch in Deutschland immer häufiger auf und können erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Besonders gefährdet sind Menschen mit mehreren Erkrankungen, da hohe Temperaturen die Wirkung und Verträglichkeit bestimmter Medikamente beeinflussen können. Die CALOR-Liste wurde entwickelt, um hitzerelevante Arzneimittel systematisch zu erfassen und Hinweise für deren sichere Anwendung während Hitzeperioden bereitzustellen.


In den vergangenen Jahren haben Hitzetage und extreme Hitzeereignisse weltweit – auch in Deutschland – zugenommen. Im Zuge des Klimawandels wird sich dieser Trend voraussichtlich fortsetzen. Hitze ist mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden: Allein zwischen 2018 und 2020 waren in Deutschland laut Robert Koch-Institut rund 20.000 Todesfälle mit Hitze assoziiert. Auf 5.120 schätzt das Robert Koch-Institut die Zahl der Hitzetoten im laufenden Jahr. Bestimmte Medikamente können hitzebedingte Gesundheitsrisiken zusätzlich verstärken, indem sie beispielsweise die Schweißproduktion, die Hautdurchblutung oder das Durstgefühl beeinflussen. Besonders betroffen sind multimorbide Menschen, bei denen die Einnahme bestimmter Arzneimittel während Hitzeperioden Gesundheitsrisiken durch Hitze erhöhen kann.

Die CALOR-Liste soll Fachkräften dabei helfen, hitzebedingte Risiken einer Arzneimitteltherapie zu erkennen. Sie bietet eine strukturierte Übersicht hitzerelevanter Medikamente und praxisnahe Hinweise zum Umgang mit hitzebedingten Arzneimittelrisiken. Die CALOR-Liste richtet sich an Ärzt*innen, Apotheker*innen sowie weitere Gesundheitsfachkräfte und steht ab sofort zum Download bereit. Ergänzend werden bis Ende 2026 laienverständliche Informationen für Patient*innen sowie ein interaktives Webtool veröffentlicht.

An dem Gemeinschaftsprojekt waren neben dem Institut für Allgemeinmedizin die PMV forschungsgruppe der Medizinischen Fakultät und der Uniklinik Köln, die Institute für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin sowie für Klinische Pharmakologie der Medizinischen Hochschule Hannover und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe beteiligt.

Die Liste finden Sie hier unter: https://allgemeinmedizin.uk-koeln.de/fileadmin/user_upload/allgemeinmedizin/downloads/calor-liste-2026-07-allgemeinmedizin-ukkoeln.pdf
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