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Tina Turner und was Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach von der Homöopathie hält

Tina Turner und was Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach von der Homöopathie hält Tina Turner und was Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach von der Homöopathie hält © BMG / Thomas Ecke
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach twitterte einen Tag nach dem Tod der berühmten Sängerin Tina Turner sinngemäß, die Homöopathie sei schuld an ihrer Nierenerkrankung – und damit an ihrem Tod. Das ist nicht nur pietätlos, sondern entspricht in dieser Form auch nicht den Tatsachen. Lauterbach instrumentalisiert den Tod Tina Turners, um die Homöopathie wieder einmal zu diskreditieren.


Was Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach von der Homöopathie hält, ist seit Langem bekannt. Sein jüngster Versuch, auf angebliche Gefahren homöopathischer Behandlungen hinzuweisen, stellt aber einen neuen Tiefpunkt seiner Kommunikation dar.

Am 24. Mai 2023 starb die berühmte Sängerin Tina Turner im Alter von 83 Jahren. Während die Welt in allen Medien diesen Verlust betrauerte und kondolierte, sah Lauterbach sich veranlasst, nur einen Tag später sein Lieblingsmedium Twitter für folgenden Kommentar zu einem Online-Artikel zu nutzen: „Beeindruckende Beschreibung von Tina Turner wie Homöopathie ihre Niere zerstört hat. Die Dialyse kam, weil sie dachte, der Bluthochdruck könnte mit Homöopathie behandelt werden. Schlaganfall und Dialyse folgten. Sie hat danach den Fehler bereut und gewarnt.“

Im Unterschied zu Lauterbach geben wir uns lieber keinen Spekulationen hin. Es ist sicher schwer zu sagen, ob der Verzicht auf Homöopathie bzw. die Inanspruchnahme konventioneller Medikamente die Nierenschädigung verhindert hätte. Was aber ganz sich nicht stimmt, ist Lauterbachs Behauptung, „Homöopathie [habe] ihre Niere zerstört“. „Un-Lauter“bach, der ansonsten gerne behauptet, Homöopathie habe keine Wirkung, entblödet sich nicht, hier von einer unmittelbaren Schädigung zu schwurbeln. Aber dem Populismus scheint jedes Mittel recht.

Überhaupt scheint aber der Zusammenhang zwischen Tina Turners Faible für die Homöopathie und der von Lauterbach erwähnten gesundheitlichen Folgen so eindeutig gar nicht zu sein, wie auch die Autorin der „Berliner Zeitung“, Ruth Schneeberger, herausgearbeitet hat (https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/alternative-medizin-wie-karl-lauterbach-den-tod-von-tina-turner-nutzt-um-homoeopathie-zu-kritisieren-li.352234)

Sieh auch den Kommentar von Dr. med. Ulf Riker: https://www.homoeopathie-bayern.de/kommentar-von-dr-riker-lauterbach-tina-turner/
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