Nachruf
Nachruf
Wir trauern um unsere geschätzte Kollegin Sandra Schulte, die am 24.01.2025 verstorben ist. Sie war ein langjähriges und aktives Mitglied im VKHD und wird uns sehr fehlen. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie und ihren Freunden.
Unsere Kollegin Sandra Schulte ist tot. Wir können es immer noch nicht fassen. Sandra war von Anfang an, also seit über fünf Jahren, Teil unserer Gruppe, der VKHD-internen AG HP-Identität. Jahrelang hat sie mit uns an einer Berufsidentität für homöopathisch arbeitende Heilpraktiker bis zum inhaltlichen Abschluss gearbeitet. Nun kann sie deren Veröffentlichung nicht mehr miterleben.
Sandra hatte eine Art von feinfühliger Klugheit, wie man sie nicht oft findet. Das hat unserer Arbeitsgruppe gut getan. Und nicht nur uns: Patienten fanden bei ihr immer Unterstützung und Trost und, soweit wir es mitbekommen haben, war sie auch für ihre Familienangehörigen die Helfende und Pflegende. Gleichzeitig war sie zupackend und bodenständig – vielleicht ein Erbe ihrer ersten Ausbildung als Bankkauffrau.
Seit 2008 war Sandra als Heilpraktikerin in ihrer eigenen Praxis in Remscheid tätig. Ihre Therapieschwerpunkte waren Homöopathie und manuelle Therapien. Sie engagierte sich ehrenamtlich als Therapeutin bei der Stiftung Auswege und war begeistert von den Möglichkeiten, die sich aus der Zusammenarbeit von Therapeuten verschiedener Therapierichtungen ergeben.
Wie viele von uns war Sandra entsetzt über die Angriffe auf die Homöopathie. Sie hat daher nach Wegen gesucht, wie man vor allem die Jugend erreichen und ihr die Wirksamkeit der Homöopathie vermitteln kann. Gemeinsam mit ihrem Ehemann produzierte sie Video-Interviews und stellte sie online. Sie wollte etwas tun, nicht nur zusehen. So wie in allen ihren Engagements: Handeln statt passiv sein.
Dann kam die Corona-Zeit, die auch für Sandra viele zusätzliche Belastungen, Auseinandersetzungen und Umbruch brachte. Der Aufwand für die Betreuung der Patienten wuchs ebenso wie der Aufwand, das alles zu verarbeiten. Dazu wurde ihre Mutter schwerkrank. Sandra hat sie trotz der schwierigen Umstände bis zu deren Tod begleitet. Dann erkrankte Sandra selbst. Sie hat noch begonnen, sich ein neues Standbein in der Schweiz aufzubauen. Sie liebte die entspannte Stimmung dort, die Menschen, die Landschaft und die gute Luft. Durch die Krankheit musste sie sich immer mehr zurücknehmen, denn die Therapien nahmen all ihre Zeit und Kraft in Anspruch. Sandra war hartnäckig, sie wollte wieder gesund werden und tat alles dafür. Noch kurz vor Weihnachten letzten Jahres schien es so, als hätte sie die Krankheit weitgehend überstanden, wirkte gut erholt und fühlte sich vital.
Dann kam plötzlich und völlig unerwartet der Zusammenbruch. Sie musste in die Klinik eingeliefert werden und kämpfte einige Tage um ihr Überleben. Vergeblich. Am 24. Januar 2025 verstarb Sandra Schulte.
Wir vermissen sie!
Das Werk, das Sandra mit uns begonnen hat, werden wir weiterführen. Ebenso die Projekte, die wir uns gemeinsam vorgenommen hatten.
Ihrem Ehemann und ihren Kindern sprechen wir von Herzen unser Mitgefühl aus. Wir sind sicher, dass sie mit dem Andenken an Ehefrau und Mutter im Herzen die Kraft finden, diesen schweren Schicksalsschlag zu überwinden und gemeinsam im Leben voran zu gehen. Wie wir Sandra kennengelernt haben, hätte sie es so gewollt.
Markus Dankesreiter, Dennis Habermann, Bettina Henkel, Helmut Schnellrieder und Sabine Rossen





