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Unabhängigkeit der Patientenberatung Deutschlands (UPD) in Gefahr

Unabhängigkeit der Patientenberatung Deutschlands (UPD) in Gefahr Unabhängigkeit der Patientenberatung Deutschlands (UPD) in Gefahr Fotolia 62533646 © contrastwerkstatt

„Meine Kasse verweigert mir das Krankengeld. Darf sie das?” „Muss meine Kasse die Kosten für eine Zahnreinigung übernehmen?“ Das sind Fragen, mit denen sich Patienten an die „Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD)“ wenden können. Doch jetzt steht die UPD vor dem Aus. Stattdessen soll der Call-Center-Betreiber Sanvartis GmbH die Aufgabe künftig übernehmen. Doch wie soll hier die Unabhängigkeit gewährleistet werden, wo das Unternehmen seit Jahren für verschiedene Krankenkassen und die Pharmaindustrie arbeitet? Unterstützen Sie eine Petition der UPD!

Die UPD nimmt jährlich tausende Beschwerden über Krankenkassen, Ärzte und Krankenhäuser auf und unterstützt Patienten in Konfliktfällen. Über 80.000 Fragen im Jahr beantworten die Mitarbeiter der UPD unabhängig, kostenfrei und kompetent. Die Beratung findet in zwanzig Städten persönlich, telefonisch und online statt. 

Sanvartis: Dienstleister der Krankenkassen

Jetzt soll das Call-Center der Sanvartis GmbH die Aufgabe übernehmen. Kritiker befürchten, dass es nun nicht mehr gut um die Unabhängigkeit der Beratung bestellt sein wird. Das Unternehmen arbeitet seit Jahren für verschiedene Krankenkassen und die Pharmaindustrie. 

Die berechtigte Frage lautet also: Kann ein Unternehmen, dass auf der einen Seite für Krankenkassen arbeitet, Patienten bei Konflikten neutral beraten? Kann ein Unternehmen, das Dienstleistungen für Pharmakonzerne anbietet, auch „gute Tipps” bei Problemen mit Medikamenten erteilen? Interessenkonflikte sind vorprogrammiert. 

Die UPD ist frei von Interessen der Krankenkassen, Ärzte und der Pharmaindustrie. Es steht zu befürchten, dass die Krankenkassen mit dem Wechsel eine unbequem gewordene Kritikerin loswerden wollen. 

Petition unterstützen

Unterstützer der UPD haben eine Petition online gestellt. Wenn auch Sie die UPD unterstützen wollen, können Sie die Petition ebenfalls unterzeichnen. Den Link finden Sie hier.

Über die Hintergründe hatte auch die Sendung Plusminus berichtet. 

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